MORPHONIC LAB XVI : ANKRAUT

Morphonic lab XVI

Samstag 28.10. 2017
Barockpalais Großer Garten Dresden

Nach seinem erfolgreichen Gastspiel im Festspielhaus Hellerau 2016 kehrt das Morphonische Labor in sein Stammhaus im Großen Garten Dresden zurück und widmet sich diesmal im Besonderen den strukturellen Wucherungen und Auswüchsen im experimentellen Klang-, Video-, Performance-, Installations- und Lichtkunstschaffen.

 

Künstlerische Verfahren der Anreicherung, Schichtung, Wiederholungsmuster … werden exemplarisch vorgestellt, wobei diese im eigenen Kontrastprogramm im Gegensatz zur gepflegten Gartenkultur der Parkumgebung des Palais durchaus „ins Kraut schiessen“ werden.

 

Das Programm im Festsaal startet mit der 1-Mann-Show von Seelensack , einem Meister des Live-Samplings, instrumental vielseitig und stilistisch weit gefächert mit leichtem Überhang zum Krautrock. Entsprechend wuchern die begleitenden Video-Sequenzen in organischen Strukturen, die aus seiner eigenen biologischen Forschung stammen.

 

Das Duo Sculpturetones pflegt in unerhörter Weise die ungewöhnliche Züchtung vielfältig verzweigter Percussionen, die sich um die Live-Bespielung installativer und klangskulpturaler Elemente ranken. Assoziationsreiche Bilder begleiten den Prozess in ihren parallelen Projektionen.

 

Energetische Auswüchse aus dem eigenen Biotop erschaffen Trieblaut mit treibenden Beats und eindringlichem Gesang, eingepflanzt in fruchtbare Postrock-, Punk- und Noise-Felder, wobei das Duo tief in die Ackererde greift, um auch die Wurzeln von Blues und Boogie mit frivolen Händen aufzugreifen.

 

Im Finale kreieren Chimaera kraft ihrer rein instrumentalen Ambient-Flechtwerke einen in sich selbst ruhenden tiefen dunklen Wald mit adäquaten Video-Bildern.

Ihre urgründigen Klangsphären erzeugen echte Entschleunigung, die unser Kopfkino auf eine wunderbare Wanderung führen.

 

Hörbeispiele der ANKRAUT-Klangakteure »

 

In den angrenzenden Räumen des Festsaals stellt u.a. Dirk Großer seinen dreigliedrigen Video-Parcour „Runn“ vor, mit Pferden, die durch die Filmkunstgeschichte galoppieren. Robert Frenzel bringt einen lichten Garten seiner kinetischen Objekte ein. Mit abstrahierten floralen Lichtelementen wird Macro die großflächige Betondecke des Festsaals bespielen. Neben weiteren Künstlern, die innenseitig ihre Werke zeigen, wird das Palais wieder aussenseitig themabezogen illuminiert von Hillumination.

 

Detlef Schweiger

Organisatorischer und künstlerischer Leiter

 

 

Stand Dresden 12.01.17


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