MORPHONIC LAB V


© Fotos Lars Beetz

Flyer Morphonic Lab V

MORPHONIC LAB V
21. Oktober 2006

Barockpalais im Großen Garten Dresden

 

PROJEKTBESCHREIBUNG MORPHONIC LAB. V 2006

Das Morphonic Lab.IV 2005 hat deutlich an Resonanz beim Publikum und den Medien gewonnen, was uns ermutigt, dieses Projekt möglichst jährlich fortzusetzen in der erweiterten Kooperation von Künstlerbund Dresden, Staatliche Schlösser und Gärten Sachsen und weiteren Partnern.

Mit vielen Helfern ist es gelungen, ein in Dresden einmaliges Veranstaltungsprofil genreübergreifender zeitgenössischer Kunst zu etablieren. Das Bestreben bleibt, neben einigen internationalen Gästen vor allem junge Künstler einzuladen, die ambitionierte eigene Verknüpfungen aus den Bereichen Licht-, Klang- und Videokunst, Performance und Installation anbieten. Die im Kern für Organisation und Durchführung verantwortlichen Dresdner Künstlergruppen SARDH und chen unst werden in bewährter Weise zwei programmatische Säulen bilden, die insbesondere auf die Kombination großformatiger Bild- und Video-Projektionen mit ihrer Klang-Performance fixiert sind.

Der Titel steht für eine laborative Vortragspraxis, indem die temporären Beiträge situative Intuition und freie Improvisation einbeziehen und zusammen mit den installativen Beiträgen im offenen Prozess auf Raum und Ort eingehen. In diesem Sinne erweist sich das Barockpalais im Großen Garten in bisheriger veranstalterischer Erfahrung im Einvernehmen mit dem Mitveranstalter und Verwalter Staatliche Schlösser und Gärten mehr denn je als idealer Ort für dieses Projekt. Der Kontrast zwischen restaurierter Barockfassade außen und teilsaniertem Festsaal innen bietet dafür ein spannungsvolles Ambiente.

Mehr noch als bisher sollen die Beiträge des Morphonic Lab. V ihren Ortsbezug ausprägen. Eine Orientierung für die Künstler ist dabei die achsiale Bedeutung des Hauses, indem die Hauptalleen des Großen Garten sich im Festsaal kreuzen. Hier bieten sich reiche Ansätze, in modernen Kunstformen ohne vordergründigen Historienbezug auf die architektonische Meisterleistung des Dresdner Hochbarock einzugehen und darüberhinaus die sinnbildiche Achsen- und Kreuzbildung weitergefaßt zu thematisieren.

Anders als in den vorherigen Stationen des Morphonic Lab. - wo bereits vorhandene Beiträge der Beteiligten im jeweiligen Kontext neu arrangiert wurden - ist diese konkretere Thematisierung mit höheren Aufwendungen der Künstler verbunden für projektbezogene Neuproduktionen und spezifische Einrichtung.

In diesem Zusammenhang ist das Projekt auch ein Versuch des für Dresden so schwierigen wie wichtigen Brückenschlags zwischen historischem Fundus und aktuellen experimentellen Formen der Kunst dieser Stadt.

Im Rahmen der Kulturveranstaltungen des Dresdner Stadtjubiläums soll Morphonic Lab V mit einem anspruchsvollen Programm den hohen Erwartungen gerecht werden.

Das Projekt wird unterstützt vom Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden.

MORPHONIC ORG

Presse:
Dresdner Neueste Nachrichten 23.10.2006